Naturschutz, Umweltschutz, Heimatschutz Von „Blut und Boden“ zum Ethnopluralismus - Vortrag im Rahmen der Karlsruher Woche gegen Rassismus

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Wir laden herzlich zu nachfolgenden Vortrag zur Karlsruher Woche gegen Rassismus am 18.03.2019 um 19 Uhr in der Adlerstr. 33 in Karlsruhe:

Referent: Lukas Nicolaisen, Fachstelle Radikalisierungsprävention und
Engagement im Naturschutz (FARN)

2019 FARN Vortrag InfosNicht erst seit es ein Ministerium des Innern, für Bau und Heimat gibt, ist der Heimatbegriff wieder in aller Munde. Während die einen den Begriff gerne gegen die Verbindung zur (extrem) Rechten verteidigen oder zurückerobert sehen würden, sagen andere, dass dieses Konzept auch in Zukunft nicht für Weltoffenheit und demokratische Prinzipien stehen wird.
In der extrem Rechten finden wir den Heimatbegriff vor allem dann, wenn es um Natur- und Umweltschutz geht. „Naturschutz ist Heimatschutz“ ist hier der Slogan, der alle rechtsextremen Kräfte zu einen scheint. Das Denkmodell hinter diesem Slogan ist alles andere als harmlos. Es ist zutiefst rassistisch und antidemokratisch.
Wie kommt es, dass sich gerade extrem rechte Parteien und Organisationen immer wieder mit Natur- und Umweltschutz auseinandersetzen? Und was hat das mit rassistischen Konzepten wie der „Blut und Boden-Ideologie“ oder dem Ethnopluralismus zu tun? Wieso hat die rechtsextreme neonazistische Kleinpartei „Der III. Weg“ Interesse an nachhaltigen Energie- und Mobilitätskonzepten? Und wie kommt es, dass ausgerechnet die NPD sich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft ausspricht?
Der Vortrag geht auf die Entstehungsgeschichte des Natur- und Umweltschutzes ein. Insbesondere wird es hierbei um die historischen und aktuellen Verknüpfungen zwischen dem deutschen Natur- und Umweltschutz mit extrem rechten und völkischen Strömungen gehen. Antidemokratische und rassistische Ideologien und Denkmodelle werden sichtbar gemacht und Kontinuitäten bis in den aktuellen „Mainstream“-Umweltschutz identifiziert.


2019 FARN Vortrag LogosDie Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) wurde 2017 von den NaturFreunden und der Naturfreundejugend Deutschlands ins Leben gerufen. FARN untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen. FARN bietet Beratung, Information und Qualifikation.

Die Teilnahme ist kostenlos.

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